Pflegestufen

Die Leistungen der sozialen oder privaten Pflegeversicherung in Bezug auf die Pflegebedürftigkeit sind in drei Pflegestufen eingeteilt. Maßgeblich dafür sind der Umfang und die Häufigkeit der benötigten Hilfen bei den gewöhnlichen und regelmäßigen Verrichtungen des täglichen Lebens. Sie sind in die Bereiche Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung unterteilt.

Hinweis: Hilfebedarf allein bei der hauswirtschaftlichen Versorgung führt jedoch nicht zur Anerkennung einer erheblichen Pflegebedürftigkeit. Vielmehr ist erforderlich, dass Hilfebedarf bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität und zusätzlich bei der hauswirtschaftlichen Versorgung besteht.

Für die Einstufung in die Pflegestufe I, II oder III müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Alle wichtigen Informationen finden Sie hier.

Pflegestufe I – Erhebliche Pflegebedürftigkeit

Die „erhebliche Pflegebedürftigkeit“ beginnt, wenn täglich, durchschnittlich mindestens 90 Minuten Hilfe geleistet werden muss und davon mindestens 46 Minuten auf mindestens zwei Verrichtungen der Grundpflege entfallen.

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Pflegestufe II – Schwerpflegebedürftigkeit

Die „Schwerpflegebedürftigkeit“ beginnt, wenn täglich, durchschnittlich mindestens drei Stunden Hilfe geleistet werden muss und davon mindestens zwei Stunden auf die Grundpflege entfallen. Die grundpflegerische Hilfe muss täglich zu mindestens drei verschiedenen Zeiten nötig sein. Es muss mehrmals in der Woche hauswirtschaftliche Hilfe nötig sein.

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Pflegestufe III – Schwerstpflegebedürftigkeit

Die „Schwerstpflegebedürftigkeit“ beginnt, wenn täglich, durchschnittlich mindestens fünf Stunden Hilfe geleistet werden muss und davon mindestens vier Stunden auf die Grundpflege entfallen und der konkrete Hilfebedarf jederzeit, auch nachts gegeben ist (Rund-um-die-Uhr). Die schlichte Verlagerung von Pflegemaßnahmen in die Nachtstunden (22.00 Uhr – 6.00 Uhr) reicht nicht aus.

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Härtefallregelung

Sind die Voraussetzungen der Pflegestufe III erfüllt, übersteigt die geleistete Pflege diese Bedingungen aber noch deutlich, kann die Härtefallregelung in Anspruch genommen werden. Sie greift wenn auch nachts regelmäßig zwei Pflegepersonen gleichzeitig benötigt werden (z.B. zur Lagerung eines übergewichtigen Menschen)

oder

die Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität (Grundpflege) täglich durchschnittlich sieben Stunden erfordert, wobei mindestens zwei Stunden auf die Nacht entfallen müssen.